In den kommenden Jahren läuft eine große Zahl von Strom- und Gaskonzessionsverträgen aus. Für Netzbetreiber rückt der Konzessionswettbewerb damit erneut in den Fokus. Bewährte Angebotsinhalte mit Aussagen zu Investitionen, Instandhaltung, Störungsbeseitigung und örtlicher Präsenz bleiben wichtig, reichen für eine überzeugende Bewerbung jedoch zunehmend nicht mehr aus. Kommunen erwarten vielmehr Konzepte, die die zukünftigen Anforderungen des Netzbetriebs konkret abbilden: Digitale und zugleich beherrschbare Prozesse, der Schutz von Versorgungsanlagen vor physischen und digitalen Bedrohungen sowie ein nachvollziehbarer Pfad zu einem treibhausgasneutralen Netzbetrieb stehen dabei zunehmend im Fokus. Entscheidend ist dabei nicht die bloße Benennung moderner Technologien oder langfristiger Ziele. Bewertungsrelevant werden Maßnahmen in Konzessionsangeboten erst, wenn sie auf das jeweilige Netzgebiet zugeschnitten, organisatorisch verankert und anhand geeigneter Kennzahlen überprüfbar sind. Der Beitrag zeigt, wie Netzbetreiber in diesem Umfeld ihre Konzessionsangebote zu den Kriterien des § 1 EnWG weiterentwickeln sollten, um in wettbewerblichen Konzessionsverfahren bestehen zu können. Ergänzend wird dargestellt, wie sich der Rahmen für eine Überprüfung der kommunalen Entscheidungen in den letzten Jahren entwickelt hat.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2942-6596 |
| Ausgabe / Jahr: | 9 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-09-10 |
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